Vertreterversammlung

Am 22. Juni 2020 fand die ordentliche Vertreterversammlung statt

Die vom Landratsamt Erding genehmigte Vertretersammlung der VR-Bank Taufkirchen-Dorfen eG fand auf Grund der Corona-Pandemie am 22. Juni 2020 in der Turnhalle der Realschule Taufkirchen (Vils) statt. Zur Einhaltung der bayerischen Infektionsschutzmaßnahmen konnte dort ein Mindestabstand von 1,50 Metern zwischen den Teilnehmern eingehalten werden. Alle Anwesenden trugen während der kompletten Veranstaltung „Mund-Nasen-Schutz“ – nur die Redner waren während des Vortrags davon ausgenommen. Es gab keinerlei Bewirtung. Zudem waren keine Gäste geladen, um die Teilnehmerzahl möglichst gering zu halten. Unter diesen Rahmenbedingungen begrüßte Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Christoph Puschmann 86 Vertreterinnen und Vertreter der Genossenschaftsbank.

Vertreterversammlung 2020
Vertreterversammlung 2020 unter Coronabedingungen

Positive Bilanz bestätigt Stärke und Zuverlässigkeit

Nach der Begrüßung konnte Vorstandsvorsitzender Heinrich Oberreitmeier den Vertreterinnen und Vertretern erneut eine erfolgreiche Bilanz und ein gutes Betriebsergebnis für das Geschäftsjahr 2019 präsentieren. Die reinen Bankanlagen sind um 71 Millionen auf jetzt 780 Millionen Euro gewachsen. Die ausgereichten Bankkredite haben sich inklusive der übernommenen Bankbürgschaften um 40 Millionen Euro auf 640 Millionen Euro erhöht. Insgesamt stieg das betreute Kundenvolumen einschließlich der vermittelten Geldanlagen (Wertpapiere, Bausparverträge, Lebensversicherungen) und Kredite (Hypothekendarlehen, Bauspardarlehen, Versicherungsdarlehen) um den bankbezogenen Rekordwert von 191 Millionen Euro. Damit lag die heimische Bank um 54 % über dem bayerischen Durchschnitt der Genossenschaftsbanken. Das bestätigt das große Vertrauen der Mitglieder und Kunden in die Bank. 168 Mitarbeiter, davon 64 Teilzeitbeschäftigte und 7 Auszubildende haben diese Erfolgszahlen erarbeitet.

 

Anpassung Schalteröffnungszeiten ab 01. Oktober 2020

Nach den Zahlen zum Geschäftsjahr 2019 erläuterte Oberreitmeier die ab 01. Oktober 2020 geplanten neuen Schalteröffnungszeiten. Damit reagiert die Bank auf das Kundenverhalten. Speziell der Dienstagnachmittag und der Dienstleistungsabend am Donnerstag werden von den Kunden nur sehr wenig genutzt. Deshalb wird die Bank ab Oktober zu diesen Zeiten keinen bzw. nur noch einen verkürzten Schalterservice anbieten. Dafür wird ab diesem Zeitpunkt am Dienstag und Mittwoch die Mittagsöffnung bis 12.30 Uhr verlängert, um speziell für in der Region arbeitende Kunden schnelle und einfache Bankgeschäfte zu ermöglichen. Die VR-Bank Taufkirchen-Dorfen ist bestrebt, mit den neuen Schalteröffnungszeiten das bestmögliche Ergebnis zwischen Kundennutzen und effektivem Mitarbeitereinsatz zu erreichen. Alle Geschäftsstellen bleiben unverändert bestehen. Die kompletten Öffnungszeiten (derzeit und ab 01. Oktober 2020) stehen Ihnen zum Download zur Verfügung.

Auf Grund der wirtschaftlichen Stärke der VR-Bank Taufkirchen-Dorfen und den sehr guten Rahmenbedingungen in Deutschland verbreitete Oberreitmeier Optimismus. „Mit Machen und Tun, der Übernahme von Verantwortung und lokalem Handeln, werden wir gemeinsam auch die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen dieser unglaublichen, weltweiten Krise erfolgreich bewältigen.“ sprach Oberreitmeier zum Schluss seiner Ausführungen allen Mut und Zuversicht aus.

Nach dem Vorstandsbericht informierte Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Christoph Puschmann umfassend über die Tätigkeit des Aufsichtsrates und über das Ergebnis der gesetzlichen Prüfung.

Keine Dividende auf Grund aufsichtsrechtlicher Vorgabe

Den Tagesordnungspunkt „Feststellung Jahresabschluss und Beschlussfassung über die Verwendung des Jahresüberschusses 2019“, übernahm Vorstand Josef Schmid. Einstimmig wurde zunächst der Jahresabschluss genehmigt. Beim Beschluss des von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht geforderten Verzichts auf die Ausschüttung einer Dividende zur Vorbeugung von gegebenenfalls entstehenden Risiken aus der Corona-Pandemie, meldeten sich sieben Vertreter zu Wort. Die sehr sachlich gestellten Fragen betrafen die grundsätzliche Entscheidungsmacht der Vertreter auf Grund der behördlichen Vorgabe, ob Dividendenzahlungen gegebenenfalls im nächsten Jahr nachgeholt werden können, ob in den nächsten Jahren grundsätzlich mit Nulldividenden zu rechnen ist, wie der nicht ausgeschüttete Betrag von der Bank angelegt wird (bei 3 % Dividende in den Vorjahren entspricht dies 257.000 Euro) und nach welchen Kriterien die Bank Einzahlungen zum staatlich vorgegebenen Einlagensicherungsfonds leisten muss. Schmid erläuterte zunächst, dass die von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht als „verbindliche Empfehlung“ ausgesprochene Anweisung eigentlich einer Anordnung entspricht und die Aufsichtsbehörde bei Nichtbeachtung regulatorische Maßnahmen gegen die Bank ergreifen könnte. Ob in den folgenden Jahren Dividendenausschüttungen mit Nachzahlungseffekt möglich sind, werden die künftigen Ergebnisse zeigen. Von Seiten der Bank war auch für das Geschäftsjahr 2019 grundsätzlich ein dreiprozentiger Dividendenvorschlag geplant, welcher aber auf Grund aufsichtsrechtlicher Vorgabe von Vorstand und Aufsichtsrat geändert wurde. In der Zukunft möchte die Bank die Mitglieder wieder am wirtschaftlichen Erfolg beteiligen, der generelle Dividendenverzicht für die folgenden Jahre ist in keiner Weise vorgesehen. Die Vertreterinnen und Vertreter zeigten sich mit dem staatlichen Eingriff in ihre grundsätzliche Entscheidungskompetenz sichtlich unzufrieden. Nach der sehr intensiven Diskussion wurde der Verzicht auf eine Dividendenausschüttung für 2019 mit 76 Ja-Stimmen bei sechs Gegenstimmen und vier Enthaltungen trotzdem mit großer Mehrheit beschlossen.

Wahl zum Aufsichtsrat

Aufsichtsräte der VR-Bank Taufkirchen-Dorfen eG
von links: Heinrich Oberreitmeier (Vorstandsvorsitzender), Stephan Moorloher (stellv. Aufsichtsratsvorsitzender), Georg Hagl (Aufsichtsrat) und Dr. Christoph Puschmann (Aufsichtsratsvorsitzender) - nicht im Bild: Max Knauer (Aufsichtsrat)

Nach der jeweils einstimmigen Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat führte Schmid die Wahlen zum Aufsichtsrat durch. Turnusgemäß schieden Georg Hagl (Schreinermeister aus Grüntegernbach), Max Knauer (Landwirt aus Ranoldsberg) und Stephan Moorloher (Steuerberater aus Dorfen) aus. Die drei Aufsichtsräte wurden einstimmig per Akklamation für weitere drei Jahre in ihren Ämtern bestätigt.  

Ohne weitere Fragen und Anregungen schloss Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Puschmann dann die unter außergewöhnlichen Umständen abgewickelte Vertreterversammlung. Er dankte insbesondere den Verantwortlichen des Landkreises und der staatlichen Realschule Taufkirchen für die Genehmigung und zur Verfügungstellung der Turnhalle als Veranstaltungsort.

Geschäftsbericht

Die wichtigsten Eckdaten des vergangenen Jahres haben wir noch einmal für Sie in unserem Geschäftsbericht zusammengefasst.

Zuletzt aktualisiert am 24.06.2020